Gehörschutz für Schlagzeuger
Jeder Schlagzeuger weiß, dass er auf Dauer ohne Gehörschutz nicht auskommt, sofern das Gehör auch nach einigen Jahren noch einwandfrei funktionieren soll.
Hörschäden können entgegen landläufiger Annahme nicht nur bei kurzfristiger starker Lärmeinwirkung auftreten, sondern auch bei langfristigem Kontakt mit einer Lärmquelle – und so muss ein Schlagzeug, bei aller Liebe zur Musik, leider bezeichnet werden.
Wer nicht leiser spielen möchte oder kann bzw. sein Schlagzeug nicht dämpfen möchte, um keine Klangeinbußen hinnehmen zu müssen, dem bleibt der Gehörschutz.
Gängige Varianten des Gehörschutzes für Schlagzeuger sind Stöpsel, Kopfhörer und Otoplastiken.
Am weitesten verbreitet und recht günstig (und beliebt für Musiker) sind Ohrstöpsel. Sie können aus Watte, Wolle oder Schaumstoff bestehen. Klassische Vertreter sind hier Ohropax.
Die sogenannten Kopfhörer können entweder ohraufliegend oder ohrumschließend sein. Modelle, die aufliegen, haben allerdings den Nachteil, dass sie bei längerem Tragen für „heiße Ohren“ sorgen. Hin und wieder wird diese Form des Gehörschutzes auch Mickey-Mäuse genannt, da der Träger eine gewisse Ähnlichkeit mit der Comicfigur aufweist.
Die sicherlich beste, allerdings auch teuerste Möglichkeit das Gehör eines Schlagzeugers zu schützen und das Trommelfell zu schonen ist die sogenannte Otoplastik. Diese Variante des Gehörschutzes wird vom Hörgeräteakustiker angefertigt, in dem ein Ohrabdruck genommen wird. Die Otoplastik wird an den äußeren Gehörgang und die Ohrmuschel angepasst und schütz perfekt vor Lärm. Diese Variante ist zwar teuerer als ein gewöhnlicher Ohrstöpsel, hält dafür deutlich längerr, bietet größeren Tragekomfort und sorgt durch die individuelle Anfertigung für sehr guten Lärmschutz.
Alle diese Varianten des Gehörschutzes sind für Schlagzeuger und andere Musiker zu empfehlen. Die Entscheidung für eine der Varianten richtet sich nach der Intensität der Übungsstunden bzw. der Auftritte. Wer täglich mehrere Stunden an den Drums verbringt, sollte über eine Otoplastik nachdenken, wer nur ein- oder zweimal in der Woche zu den Drumsticks greift, kommt mit herkömmlichen Ohrstöpseln aus.
Schlagzeuger sollten darüber hinaus nicht nur an ihre eigenen Ohren denken, sondern auch das Gehör anderer Personen. Ein Probenraum sollte daher unbedingt gedämmt werden. Dies ist nicht immer ganz einfach, sollte aber auf jeden Fall in Betracht gezogen werden.
